Beiträge zum Thema: Chinesischer Gruentee

Reise in die Teewelt


Aufwachen mit dem Gesang der Vögel; die leichte Feuchte in der Luft begrüßen; Spüren Sie die Frische des frühen Morgens. Kurve für Kurve, Wald für Wald. Ein fernes Kichern nähert sich und Sie wissen, dass sich der Teegarten nähert. Nehmen Sie Ihren Korb und los geht es! Ein Traum von einem Teeliebhaber und dies wird in Erfüllung gehen. Dies ist jedoch erst der Anfang, denn es gibt noch viele Schritte und Menschen mit deren Fähigkeiten erst die Tasse Tee fertig ist.

Es gibt ein altes chinesisches Sprichwort: Eine Reise zu unternehmen ist weit mehr wert als das Lesen von Zehntausenden von Büchern.

Auf dieser Tee-Reise bringen wir Sie an diese Welt des Tees näher heran: erleben, fühlen, wahrnehmen und eintauchen. 

*Nur als eine private Angebot. 

http://www.diekunstdestees.de/Meine-Reise-in-die-Teewelt/Teereise-2019

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Der Suche nach "Umami"

Omami-Vergleich-2

Gestern war ein interessante Tag. Zusammen mit meinen Kunden suchten wir nach Umami im chinesischen / taiwanesischen Grüntee.

Die Testobjekte waren:

Laut Wikipedia: Umami (jap. 旨味, dt. „fleischig und herzhaft, wohlschmeckend“) gilt neben süß, sauer, salzig und bitter als fünfte Qualität des Geschmackssinns und ist die Bezeichnung für einen vollmundigen Geschmack.

Aus einer englischen Quelle (Taste - What your're Missing by Barb Stuckey), wurde "Umami" in "savory", "meaty", "brothy" und "full" übersetzt.

Das Ergebnis war, obwohl die angebotenen Grüntees gut angenommen wurden, dass nur der Long Jing etwas näher zu diesen Begriff passt. Aber die Kunden haben definitv die neue Naucen entdeckt und waren überrascht.

Also für mich ist Umami nicht wirklich ein klarer und deutlicher Begriff im Vergleich zu "süßlich" oder "salzig". Daher glaube ich, dass es je nach Erfahrung und dem persönlichen Geschmack unterschiedlich von Person zu Person sein kann.

Und der Spaßfaktor beim Vergleich der Teeblätter zwischen den japanischen und chinesischen Tees ist auch sehr unterschiedlich.

Omami_Vergleich_1

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2013 Teereise China - Huangshan: Taiping Houkui

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Taiping Houkui ist einer der kostbarsten Tees in China. Nicht nur wegen seiner kurzen Erntezeit, die an ca. 25 Tage im Jahr ist und um den Zeitpunkt des Gu Yu - in der Regel zwischen April und Mai - stattfindet und nur an trockenen Tagen geerntet werden kann, sondern auch wegen seines sehr arbeitsintensiven Herstellungsprozesses, welcher vollständig per Hand ist.

Taiping Houkui aus der dem gleichnamigen Landkreis Tapining stammend, ist einer der Teespezialitäten der Huangshan Region. Ähnlich dem Huangshan Mao, erschien Taiping Houkui erst 1900 während der Qing-Dynastie  auf der Tee-Landkarte, trotz der langen Teegeschichte in dieser Region.

Die Übersetzung dieses Teenamens bedeutet "friedlicher Affenkönig" und basiert auf verschiedenen Legenden. Meine Lieblings-Legende handelt von einer Affen-Familie, die in den Berg Huangshan lebte. Eines Tages erkundete das Affenbaby die Region um Taiping. Doch aufgrund des dichten Nebels, verlor es seinen Weg nach Hause. Der Vater machte sich auf die verzweifelte Suche nach seinem Sohn, verstarb aber nach langer Suche in einem Tal an Erschöpfung. Ein alter Mann fand die Leiche und begrub sie im selben Tal und pflanzte einige Teebäume und Blumen an der Seite des Grabes. Als im darauffolgenden Frühjahr der alte Mann zurück kam um Kräuter zu pflücken, stellte er fest, dass das Tal von grünen und gesunden Teebäume bedeckt war. Dann hörte er eine Stimme aus dem Berg, welche sich für die gute Seele des alten Mannes bedankte. Es war die Stimme des Affenvaters. So wurde später das Tal nach dem Affen benannt "Hou Ken" – das Affen-Tal, und der Tee bekam den Namen "Hou Kui" – der Affen-König.

Die Teegärten befinden sich in der Regel auf rund 350m Höhe. Die Temperatur ist in diesem Bereich relativ kühl mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von etwa 14 °C und ca. 210 bis 220 frostfreie Tage ohne Frost. Vor allem sind die Teegärten aber von Nebel bedeckt, so dass nur begrenzt Sonnenstrahlen die Teepflanzen erreichen, welches in einem süßen und überhaupt nicht bitter werdende Tee resultiert, sogar wenn man ihn zu lange ziehen lässt.

Das Besondere an den Taiping Houkui ist sein lang und flach geformtes Blatt, markiert mit einem feinen quadratischen Raster. Dieses Raster entsteht durch den einzigartigen Herstellungsprozess, um genau zu sein: das Trocknen (Backen) der Teeblätter. Hierfür werden jeweils "eine Knospe und zwei Blätter" sorgfältig auf ein mit Baumwolltuch abgedecktes Gitter platziert und durch fixiertes Walzen gerollt. Anschließend kommen sie so in den Heißluft-Ofen (bei niedriger Temperatur). Dadurch entsteht das unverkennbare Merkmal eines Taiping Houkui Teeblattes.

Es hat einen süßen und blumigen Duft, der oft als Orchideenduft beschrieben wird. Sein Geschmack ist mild, leicht nussig, mit einer angenehmen zart grassigen Note. Im Abgang zeigt er seine Geschmeidigkeit und bietet einen leicht-kühlenden Effekt auf der Zunge.

Die Zubereitung: Um diesen Tee zu brauen, empfehlen wir, eine hohe schlanke Glasteekanne oder entsprechendes Glas zu verwenden. Die mit heißem Wasser erwärmte leere Kanne bzw. das leere Glas wird mit 5 – 6 Teeblättern befüllt. Aufgrund der Wärme im Glas verbreitet sich gleich ein wunderschön blumiger Duft. Dann fügt man 1/3 Wasser (85-90 °C) in das Glas und lässt den Tee für 1min ziehen. Anschliessend füllt man das Glas mit Wasser auf und braut den Tee für weitere 3-5 Minuten, bevor man ihn serviert. Meine Empfehlung ist es, nicht die Teekanne oder das Glas komplett auszugießen, sondern immer 1/3 Wasser drin zu lassen, wenn man einen weiteren Aufguss plant. Diese Vorgehensweise wiederholt man dann für jeden weiteren Aufguss. Insgesamt sind so ca. 3 bis 4 Aufgüsse möglich.

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