Reise in die Teewelt

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Reise in die Teewelt

Aufwachen mit dem Gesang der Vögel; die leichte Feuchte in der Luft begrüßen; Spüren Sie die Frische des frühen Morgens. Kurve für Kurve, Wald für Wald. Ein fernes Kichern nähert sich und Sie wissen, dass sich der Teegarten nähert. Nehmen Sie Ihren Korb und los geht es! Ein Traum von einem Teeliebhaber und dies wird in Erfüllung gehen. Dies ist jedoch erst der Anfang, denn es gibt noch viele Schritte und Menschen mit deren Fähigkeiten erst die Tasse Tee fertig ist.

Es gibt ein altes chinesisches Sprichwort: Eine Reise zu unternehmen ist weit mehr wert als das Lesen von Zehntausenden von Büchern.

Auf dieser Tee-Reise bringen wir Sie an diese Welt des Tees näher heran: erleben, fühlen, wahrnehmen und eintauchen. 

*Nur als eine private Angebot. 

http://www.diekunstdestees.de/Meine-Reise-in-die-Teewelt/Teereise-2019


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My Tea Ritual

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Picking and making tea from the place where I grow up has become a ritual whenever I manage to come back. This time my sister even managed to get a day off to come with me to the mountain.

We were late for the season. There weren't much left and much were eaten by insects. My sister made quite some sacrifice, as she always attracts mosquitos and was full of bites already after a minute we arrived. But I am glad to hear that she had fun too.

For me, this made this cup of tea even more special. Since there was just a handful, I decided to make the most simple tea by leaving the leaves to wither and simply bake dry it in the end.

As the tea was ready for bake drying, I adjusted my mini-oven to the lowest temperature and off to fetch my laptop. That was a huge mistake. The temperature was still too high and I burnt half of our tea. So I quickly poured the tea out on the table and tried to sort out as many burnt leaves as I could and left about half in the end in the oven to complete drying.

The partially burnt leaves ended in my Gaiwan. Yes, I really couldn't wait to taste it, although I guess I have just "destroyed" this batch. But this cup of tea surprised and amazed us all with its unending aromas and brews. Somehow this burnt flavour wasn't as unpleasant as I expected, but a positive addition to the diversity of tasting experience.

Perhaps, it wasn't just about tea. Often it is about the process, the people and the place - the love and moment that we all share.

HK-TeaRitual-2

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Die hohe Kunst der Teezubereitung - bei der VHS Hochtaunus

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Am vergangenen Samstag (12.03.2016) fand das erste Teeseminar von die Kunst des Tees bei der VHS in Oberusel statt. Dieser Nachmittag war für Tee Neugierige, Einsteiger und Genießer geplant. Es hat mich sehr gefreut, dass unser erster Kurs vollgebucht war. Die Gruppe war sehr gemischt und alle hatten viel Energie und Lust mit in das Teeseminar gebracht. Besser kann man es sich wirklich nicht wünschen. Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer. 

An diesem Nachmittag lernte die Teilnehmer nicht nur an Hand einer Präsentation die Kultur und die Kunst der Teezubereitungkennen, sondern sie hatten auch die MögVHS-Bild2lichkeit die Tees nach Gongfu Cha Zubereitungsmethode selbst zu zubereiten und auszuprobieren. Zum Tee hatten wir noch selbst gemachte Kleinigkeiten nach traditionellen Rezepten vorbereitet.

3x verschiedene Tees:

3x verschiedene Kleinigkeiten nach authentischen Rezepte:

  • Walnuss Kekse
  • Erdnuss Puffreis Crisp
  • Sesam Süßreis Bällchen in Kokonuss Mantel

Die 2 1/2 Stunden war sehr schnell rum und das erste Feedback zu unserem Teeseminar war sehr positiv. So fangen wir jetztschon an für das nächste Semester zu planen. 

Diesen Kurs "Die hohe Kunst der Teezubereitung" werden wir sicherlich nochmal anbieten. Neue und weiterführende Kursesind wir noch am planen. Wenn Sie Interesse haben, abonnieren Sie am besten unseren Newsletter oder verbinden sich mit uns über Facebook: https://www.facebook.com/die-Kunst-des-Tees-15107862524/?ref=hl

 

Wir würden uns freuen, Sie demnächst auch persönlich kennenlernen zu dürfen. 

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Verlängerte Ziehzeit?

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Für den Geschmack des Tees wissen wir alle, dass neben Wasserqualität und Temperatur die Rolle der Ziehzeit extrem entscheidend ist. Aber entspannt sollte man trotzdem bleiben. :)

Gestern hatte ich einen Lao Cong Shui Xian in der Tasse. Es war nicht wirklich eine Tea Session, wo ich meditiere. Aber ich hatte Lust diesen Tee in etwas höherer Dosierung (Wasser : Tee = 65ml : 7g) zu probieren. So habe ich mich hingesetzt, Wasser auf dem Gasstövchen gekocht und versuchte mich zu konzentrieren. Mein Kopf war leider zu aktiv und die Gedenken kreisten. Es war einfach nicht möglich abzuschalten. Trotzdem habe ich den Tee brav 7 Mal aufgegossen und der Tee hatte kein Problem durchzuhalten. Das Geschmackerlebnis war durchgängig gut und sein gerösteter Charakter war angenehm, süßlich und sehr geschmeidig, aber der entscheidende WOW-Effekt, weshalb ich mich damals entschieden hatte, fehlte. Der Tee war etwas zurückhaltend. Man hatte ein Gefühl, dass noch etwas hinter der Fassade schlummerte. Obwohl ich schon bei 7 Aufgüssen war, habe ich trotzdem das Wasser für den 8. eingegossen und den Tee während meiner Mittagzeit ziehen lassen.

Ich habe etwa 1 Stunden Mittagpause gemacht. Eine verlängere Ziehzeit mache ich gerne, einfach um den letzten Tropfen zu gewinnen. Ich finde es immer so Schade, jedes Mal die aufgegossenen Teeblätter wegzuschmeißen, egal wie viele Aufgüsse ich davon schon getrunken habe.

Naja... zurück zu meinem "letzte Aufguss". Ich kam zurück, habe den Tee ohne große Erwartung in die Tasse gegossen, dann einen kleinen Schluck. Wie gewöhnlich schloss ich meine Augen und versuchte diesen Tropfen mit voller "Konzentration" zu schmecken und vielleicht in Erinnerung zu prägen.

Dann... wow.. nein.. war jemand da und hat meinen Tee gewechselt? Nein, es kann einfach nicht sein, weil ich die einzige im Haus war. Der Tee hat sich total verändert, transformiert. Die Tasse war süß nach Rosinen, blumig, gereift, Rosenwein... JA!! Genau... das war der Grund wieso ich mich in diesen Tee verliebt hatte.

Danach hatte ich noch mindestens 4 oder 5 weitere Aufgüsse, jeweils mit einer sehr langen (über 20 Min oder länger) Ziehzeit. Und jedes Mal kam der Effekt wieder. Bis zu dem letzten Aufguss hatte ich immer noch das Gefühl, dass ich noch einen weiteren haben könnte. ;)

LaoCong-ShuiXian-Blog-3

Ich glaube der Grund dafür war,  dass nach 7 Aufgüssen der Tee schon komplett "ausgewaschen" war. Alles was raffiniert war, konnte endlich ans Licht kommen. Da die Aufgüsse länger wurden, hatte ich die Temperatur stark reduziert. Aromen sind sehr von der Temperatur abhängig und viele feinere zeigen sie sich nur in dem kälterem Temperaturbereich.

Es lohnt sich mit den Ziehzeiten selbst zu experimentieren.

Heute habe ich dieser Lao Cong Shui Xian noch einmal in die Tasse gegossen und detailierte Notizen gemacht. Aber eines sollte man nicht vergessen; die Empfindung des Geschmacks variert von Mensch zu Mensch. Daher sollte man nicht versuchen, den Geschmack den ich beschrieben habe in gleicher Intesivität zu suchen. Mit einem offenen Herzen der Tasse Tee zu begegnen ist der beste Weg um den Tee zu genießen und erleben zu können.

Noch ein Hinweis, man sollte sich Zeit lassen. Den Abstand zwischen Aufgüsse ist wichtig um den Nachgeschmack entfalten zu lassen und wahrzunehmen.

Lao Cong Shui Xian: 7g / 65ml
1. Aufguss - erwärmen
2. Aufguss - 30" / 95°C
3. Aufguss - 1' / 95°C
4. Aufguss - 1' / 95°C
5. Aufguss - 3'30" / 95°C
6. Aufguss - 4'30" / 95°C
7. Aufguss - 6' / 90°C
8. Aufguss - 20' / 90°C (danach lassen Sie den Tee so lang Sie Zeit haben, einfach entspannen und die Zeit vergessen)

Viel Spaß!!!!

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Das Geheimnis des Wuyi Tees / Felsen-Tees / Yan Cha

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Wie die Überschrift schon vermuten lässt, gibt es keinen eindeutigen Begriff für diese Teegruppe. Vielmehr ist es eine Ansammlung von Begriffen und so ist mittlerweile Wuyi-Tee, Steintee, Felsen-Tee, Rock Tea oder auch Yan Cha kein Fremdwort mehr für Teeliebhaber. Das gleicht gilt für die Assoziation seines Herkunftgebietes, über das es zahlreiche Bilder dieser malerischen Gegend im Internet gibt. Jeder der Felsen-Tee gehört hat, kennt sicherlich auch Da Hong Pao - das Markenzeichen des Felsen-Tees. Die Legende über diesen Tee? So glaube ich, ist auch nicht mehr neu für alle Felsen-Tee Liebhaber. Also was kann man von diesem Artikel erwarten? Wieso setze ich mich mit einem Thema auseinander, was anscheinend schon ziemlich weit verbreitet ist? Eine gute Frage.

Egal ob man Felsen-Tees kennt, verkostet hat oder nicht: man kann durch die Vielzahl an Informationen und Angeboten leicht die Orientierung verlieren. Zum Beispiel gibt es viele verschiedene Varianten von Da Hong Pao. Alleine bei der Kunst des Tees gibt es schon drei unterschiedliche. Im Vergleich zu anderen ist es nur ein sehr kleines Sortiment. Da Hong Pao ist nicht der einzige Tee aus Wuyi oder in diese Kategorie einzuordneten Tees. Sicherlich aber einer der meist gehörten Namen aus diesem Gebiet oder der Felsen-Tee-Kategorie. Daher versuche ich in das Konzept der Wuyi-Tees etwas mehr Klarheit zu schaffen.

 

Wo ist der Ursprung des Wuyi-Tees?Wuyi_Pic-5

Wuchs Tee schon immer im Wuyi Gebiet oder hat jemand Teesträucher explizit dort angepflanzt? Theorien über den Ursprung des Tees gibt es viele. Bis jetzt streiten immer noch Wissenschaftler über den ultimativen Ursprungsort: Yunnan oder Assam. Könnte es auch sein, dass es mehr als einen Ursprungsort gibt? Zahlreiche Beweise zeugen von einer Zivilisierung der Region vor ca. 4000 Jahren. Eindeutige Beweise bieten z.B. die Hängenden Särge aus der Zeit der Streitenden Reiche um 300 v. Chr., die es immer noch heute an mehreren Orten in Wuyishan zu sehen gibt. Und wie sah es genau mit dem Tee aus?

Im 17. Jahrhundert ordnete der schwedische Naturforscher, Carl von Linné, Tees aus China in zwei Kategorien ein. Die großblättrigen Teebäume als Mutant aus Yunnan und die kleinblättrigen Teebäume als Mutant aus Wuyi. So ist seiner Meinung nach Wuyi der Ursprungsort für Teebäume mit kleineren Blättern, wie Jin Jun Mei (Schwarztee aus Wuyi) oder Grüntee Variationen, wie Longjing. 

 

Also was bedeutet das Gebiet Wuyi für unsere Teekultur?

Wie bei vielen Dingen gab es natürlich auch viele Höhen und Tiefen in der Geschichte des Wuyi-Tees. Tee wurde schon in der Tang Dynastie hergestellt und zwar nicht mehr nur als Kräuter oder Medizin Tee, sondern auch für den Genuss. Damals sah Tee ganz anders aus und Oolong hatte das Tageslicht der Welt noch nicht entdeckt. Es gab weder Oxidierung / Fermentierung noch „Kill Green“. Die gepflückten Teeknospen wurden sofort in die Formen gefüllt, bedampft und danach über Feuer getrocknet. Zum Servieren wurde der Tee in Stücke gebrochen, zermahlt und in kochendem Wasser gekocht. Es war mehr ein dicker Brei als Tee und wurd daher auch als „Brei Tee“ bezeichnet. Wachs-Tee war eine andere Name für diesen Tee und vielleicht heute schwer vorstellbar, wurde dieser sehr von Beamten und Adligen geschätzt. 

Richtig bekannt wurde das Wuyi-Tee-Gebiet erst in der Song Dynastie. Ein Literaturstück aus dieser Zeit „Eine kurze Abhandlung über Tee 大觀茶論“ - geschrieben vom Kaiser Song Hui Zong 宋徽宗 - machte Tee aus Wuyi extrem populär. Nicht nur das, der Tee wurde auch in hunderten von Gedichten genannt und gelobt. Zwar ist immer noch nicht der Tee, den wir heutzutage kennen, aber der hoch gelobte Ruf über dieses Anbaugebiet mit seinen wunderschönen Landschaften, der hohen Kunst seiner Herstellung und dem verweilenden Geschmack des Tees ist geblieben. Und diese m Teil äußeren Umstände sind schwer zu ersetzen, um den gleichen Tee an einem anderen Ort herzustellen.  Dragon_Pheonix_Tuan_Cha-1

In der Song Dynastie war auch die Blühzeit der Teekultur. Der bekannteste Teegarten von damals hieß „Beiyuan (北苑)“ und war besonders beliebt bei der Königsfamilie. Daher produzierte dieser Teegarten ausschließlich nur für die Königsfamilie. Der Tee hatte schon damals viele Namen: Beiyuan Tribut Tee 北苑贡茶 (nach dem Teegarten), Jian Cha 建茶 (nach dem Gebiet) und Drachen/Phönix Tuan Cha 龍鳳团茶 (nach seiner Herstellungsart und Form).

Die Herstellung dieses Tuan Cha (团茶) war extrem kompliziert. Nur die jüngsten Teeblättersknospen wurden gepflügt, nach Standard sortiert und genau die selben Größe haben. Sie waren so zart, dass man sie sogar im Wasser frischhalten musste um der Austrocknung vor dem nächsten Schritt vorzubeugen. Dann wurde die frische Teeblättersknospen in eine Phönix Dou Cha in Song Dynastie oder Drachen-Motiv-Form gefüllt und gedampft. Die Feuchtigkeit wurde anschliessend über ganz schwachem Feuer entfernt. Diese Tee-Plätzchen (unter 7,6 cm groß) wurden gewachst um die Frische und das Aroma zu erhalten. Abschliessend wurden sie in dünnes Papier eingepackt. Dieser Tee war so hochwertig, dass selbst hohe Beamte je nach Beliebtheit beim Kaiser höchstens eines dieser Tee-Plätzchen im Jahr erhielten. 

Zum Servieren wurde das Plätzchen gebrochen, zermahlt, song_tee_zeremonie_geschirr_1durchgesiebt, geschlagen und serviert. Dieser Servierart nennt sich Dòu chá (斗茶). Sie hatte sich zu einer Mode während dieser Zeit entwickelt und war so weit verbreitet, dass man sogar überall auf der Straße Tee-Wettkämpfe sehen konnte. Diese Tee Kultur ist zwar nicht mehr groß in Mode in China. Aber dank des Buddhismus brachte während der Song Dynastie ein japanischer Mönch namens Eisai auf seinem Besuch in China diese Methode zurück in seine Heimat. Dort wurde diese Teekultur mit der Verbindung zu Zen weiter verfeinert und zur Teezeremonie entwickelt und praktiziert.

So lässt sich die sehr wichtige Rolle von Wuyi in der Teekultur und Geschichte einordnen.

 

Bis jetzt fragen Sie bestimmt: Was hat das eigentlich mit dem Felsen-Tee zu tun, den wir heutzutage kennen? Wann kommt dieser eigentlich ins Spiel?

Obwohl die Geschichte des Teegenuss in China (ab 220 n. Chr.) schon knapp 1800 Jahre alt ist, erscheinen die sechs großen Tee-Kategorien aber erst zwischen 1368 und 1700 während der Ming und Qing Dynastie. Oolong bzw. Wulong hat sogar die jüngsten Geschichte und wurde erst ca. 1725 in Fujian erfunden. Oolong bzw. Wulong bedeutet im chinesischen „Schwarzer Drache“ und passt zur Beschreibung der Form des Wuyi Oolongs oder Felsen-Tees.

Die Legende über Da Hong Pao haben Sie wahrscheinlich schon aus verschiedenen Quellen gelesen, daher möchte ich sie hier auch nicht mehr im Detail wiederholen. Daher lege ich meinen Fokus auf das Konzept der Felsen-Tees und Da Hong Pao, um dieses  besser verstehen zu können.

 

Was meine ich mit dem Konzept des Felsen-Tees und Da Hong Pao?

Wuyi_Pic-2Als erstes möchte ich den Begriff Felsen-Tee (in Pinyin - Yan Cha) erklären. In Chinesisch, „酽“ und „岩“ haben einen sehr ähnlichen Klang - Yan. Die beiden Wörter haben aber eine komplett unterschiedliche Bedeutungen. „酽“ ist ein Adjektiv - stark, konzentriert, kräftig, intensiv und schwer. „岩“ ist ein Substantiv - Felsen. Obwohl die beiden ganz anders sind, passen sie aber sehr gut zu der Beschreibung dieses Oolong-Tees.

Heutzutage wird er nur noch Felsen-Tee (岩茶) genannt, weil es einfacher zu assoziieren ist, und natürlich auch leichter zu merken und zu schreiben ist. Wenn man aber von Felsen-Tee redet, sollte man auch die Teesträucher meinen, die zwischen den Felsen wachsen.

Es gibt zwei Gebiete in Wuyi:

  1. 1. Wuyi Felsen Gebiet ca. 70km2 (innerhalb der Naturschutzgebietes und UNESCO Weltkulturerbe);
  2. 2. Außerhalb des Naturschutzgebietes, aber innerhalb des Wuyi-Gebietes.

Des Weiteren wird nach der Lage der Teegärten, bei denen es drei Kategorien von Wuyi-Oolong Tees gibt, unterschieden:

  1. 1. Zhèng yán (正岩) - zwischen oder auf den Felsen innerhalb des Naturschutzgebietes (höchste Qualität)
  2. 2. Bàn yán (半岩) - zwischen oder auf den Felsen außerhalb des Naturschutzgebietes (zählt zu Felsen-Tees)
  3. 3. Zhōu chá (洲茶) - auf den Feldern (keine Felsen) innerhalb des Wuyi-Gebietes (kein Felsen-Tee)

Ist es inzwischen ein wenig klarer geworden oder die komplette Verwirrung zum Da Hong Pao entstanden?

(Ich hoffe, sind Sie jetzt ein Bisschen klarer im Kopf. )

 

Also, was ist Da Hong Pao? Wie schon erwähnt gibt es verschiedene Da Hong Pao Sorten und mehrere Bedeutungen. Deswegen sollte man die Beschreibungen der jeweiligen Tees vorsichtig lesen. So unterscheidet man bei Da Hong Pao im Allgemeinen vier große Merkmale:

  1. Die Mutterpflanzen von Da Hong Pao Da Hong Pao Mother Trees (image von http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fmisc.home.news.cn%2Fpublic%2Fimages%2Foriginal%2F00%2F12%2F29%2FDA%2FDA.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fbj1h.home.news.cn%2Fblog%2Fa%2F0101000000320340EA922212.html&h=532&w=800&tbnid=XWL_yX1zbsKwGM%3A&docid=rcG2tLrOJ16H5M&ei=11F5Vt6_KoGbsgGG6onwCA&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=4646&page=3&start=39&ndsp=22&ved=0ahUKEwieh8aIy-_JAhWBjSwKHQZ1Ao4QrQMI0QEwOQ)sind sechs Teesträucher (zwei davon sind durch asexuellen Pflanzenvermehrung geboren und nachgepflanzt worden) die auf dem Felsen in Jiǔlóng Kē 九龙窠 wachsen. Die Original-Sträucher sind von Samen gewachsen und daher sind sie auch nicht identisch. Nicht nur die Blätter, sondern die Blühzeiten von diesen vier Teesträuchern sind auch unterschiedlich. Mittlerweile sind sie schon über 350 Jahre alt und seit 2000 sind sie geschützt (Fujian Wuyi Berg Weltkultur- und Naturerbe-Schutzverordnung). Am 03.05.2005 war die letzte Pflückung. 20g davon waren ein Geschenk der Stadt Wuyishan an das Nationale Museum Chinas. Seit 2006 ist die Pflückung von diesen sechs Mutterpflanzen komplett verboten. Das Kultivar der beiden nachgepflanzten Da Hong Pao Sträucher nennt man Běidǒu, weil sie ursprünglich auf dem Běidǒu Fels in Jiǔlóng Kē gewachsen sind. So ist auch dieser Tee-Name - Beidou 北斗 - entstanden.
  2. Reiner Da Hong Pao - laut meinen Quellen gibt es drei Züchtungen, die zu den reinen Da Hong Pao gehören: Qidan 奇丹, Què shé 雀舌 und Beidou 北斗. Reine Da Hong Pao beziehen sich bei der Züchtung auf eine direkt durch asexuelle Pflanzenvermehrung von den Mutterpflanzen von Jiǔlóng Kē gewonnen werden.
  • Qidan 奇丹 - Nach verschiedenen Quellen wurde dieser Tee in 1385 (auch) als Da Hong Pao (Große Rote Robe) geführt. Die Namensumbennung führt auf eine Legende zurück. Der Prüfungskandidat Ding erlitt auf seiner Reise einen Hitzschlag und die Mönche von Tian Xin Tempel retteten ihn mit diesem Tee sein Leben. Nachdem er seine Prüfung bestand, besuchte er den Tempel auf seinem Rückweg. Um Danke zu sagen, wickelte er seine Rote Robe um die Teebäume auf dem Felsen und so enstand der Name für diesen Tee. Jedoch existierten diese Teebäume schon vor dieser Zeit und der Tempel auch. Qidan war der ursprüngliche Name dieser Teebäume. Er beruht auf einer Beobachtung der Mönche bei Sonnenuntergang. Durch die Felsen sahen sie die Teebäume auf den Felsen wachsen, das rötliche Sonnenlicht brachte die schon etwas rötlichen Felsen noch besser hervor und die frischen Teeblätter-Knospen leuchteten in Lila-rot. Dieses überraschende wunderschöne Bild inspirierte die Mönche und so haben sie diese Teebäume Qi (奇): überraschen; Dan (丹): Rot - Qidan genannt. 
  • Queshe 雀舌 - die direkte Übersetzung auf Deutsch ist Spatzenzunge. Dieser Begriff ist kein fremdes Wort in der höchsten chinesischen Qualitäts-Stufe. In dem Fall der Wuyi Tees ist Queshe allerdings ein Name für die Teesträucher und die aus diesen Sträuchern resultierenden Züchtungen. Laut meiner Quelle wurde diese Züchtung in der 80er Jahren erfolgreich von einen der sechs ursprünglichen Da Hong Pao Mutterpflanzen geklont. Weil die Blätter von dieser Mutterpflanze im Vergleich zu den anderen fünf deutlich kleiner und raffinierter geformt waren, hat man damals den Namen “Queshe” gewählt. Queshe Teesträucher haben nicht nur eine niedrigere Produktivität,  sondern werden auch sehr limitiert angebaut und der Tee dieser Sträucher gehört somit zu den teueren Raritäten.
  • Beidou 北斗 - für diesen wunderbaren Tee müssen wir uns bei Yao Yue Ming 姚月明 bedanken. Zwischen 1953 und 1955 besuchte Yao den Wuyi Tee-Experten Wu Jue Nong. Wu entdeckte einen anderen Da Hong Pao auf dem Běidǒu Felsen und schnitt zwei Stiele ab um sie in den Teegarten des Tee-Institutes zu stecken; leider ohne Erfolg. Nach ein paar Jahren schaffte es aber Yao endlich die Züchtung zu klonen. Um Wu ein Gedenken zu setzen, nannte Yao diese Züchtung Beidou. Leider war dieses Experiment nicht autorisiert und so konnte er sein Ergebnis nicht veröffentlich. Auch wegen der Kultur Revolution musste er diesen Plan bis Anfang der 80er verzögern. Aber diesmal konnte er seinen Erfolg veröffentlichen.
  1. Da Hong Pao Mischungen erscheinen wegen des Da Hong Pao‘s Geschmack und Ruf auch auf dem Markt. Die Produktion des reinen Da Hong Pao bleibt trotz der Züchtungserfolge auf Grund der Anbaufläche sehr limitiert. Und so ist Chen De Hua (陈德华)  ein weiterer wichtiger Name in der Wuyi-Tee-Geschichte. Chen ist ein sehr ruhiger aber kluger Mann. Er hatte nicht nur die Vision, sondern auch den Markt sehr gut studiert. Für viele Tee-Trinker in China ist der Ruf der Produkte und die Verpackung sehr wichtig. Sie geben aber auch weniger Achtung auf den Inhalt der Produkte, vielleicht haben sie auch weniger Kenntnisse darüber und daher ist es ihnen weniger wichtig, ob der Tee tatsächlich von den Mutterpflanzen stammt oder nicht. Da es über hunderte verschiedene Teepflanzen-Sorten im Wuyishan Gebiet gibt, hatte er die brillante Idee verschiedene Tee-Sorten zu mischen und die Geschmacksrichtungen und Charaktereigenschaften des Da Hong Pao nach zu ahnen. Diese Idee führte zu einem großen Erfolg. Zwar sollen diese Mischungen den National Wuyi Felsen-Tee Standard (GB/T18745-2006) verfolgen, aber jeder Teeverkäufer oder Bauer hat immer noch seine Freiheit eigene Mischungen herzustellen.
  2. Da Hong Pao als Marktzeichen für Wuyi Tee - ein generelle Begriff / Name für alle Tees die aus dem Wuyishan Gebiet stammen.

 

Fazit

Wie zeichnet sich also ein guter Da Hong Pao oder Felsen-Tee aus? Wichtig ist ein aufmerksames Auge und ein Verständnis, das Namen gerne freizügig vergeben werden, ohne das man sich der genauen Geschichte des Tees und dessen wirklichen Ursprungs sicher sein kann. So vielfältig das Anbaugebiet in Region um Wuyi ist, genauso vielfältig ist seine Herkunft oder es handelt sich gar um eine Mischung, wie die letzten Absätze gezeigt haben. Persönlich würde ich mir wünschen, dass es zu noch viel klareren Abgrenzungen der Namensverwendung und genauen Bezeichnung von Tees gibt. Ein Champagner ist eben nur dann als Champagner seinen Namens Wert, wenn dieser Schaumwein aus der Region Champagne stammt und bestimmten Regeln beim Anbau und Kelterei eingehalten werden. Aber bis dieses für die Welt des Tees gilt, ist sicherlich noch ein weiter Weg und so hoffe ich mit meinen Informationen ein bisschen Klarheit zu der Welt des Wuyi-Tees / Felsen-Tees beigetragen zu haben.

Zum guten Schluss, was macht eine Tasse guten Tee wirklich aus? Was einem am besten schmeckt. Also wünsche ich viel Spaß beim Teegenuß und viele gemütlichen Teezeiten.

 

Bild: Da Hong Pao Mutterpflanze in Jiulong Ke (Quelle: http://bj1h.home.news.cn/blog/a/0101000000320340EA922212.html)

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Alice im Wunderland - die Suche nach Naturquellen für Tee

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Bei einem „Spaziergang“ durch die Welt des Tees fühle ich mich wie Alice im Wunderland. Denn das Wissen rund um Tee, ist einfach viel zu vielseitig. Bei der Entdeckung findet man fast in jedem Winkel Spaß daran, obwohl man es nie weiß, wo man als nächstes landet und ist freudig gespannt.

Das Wasser ist für Teeliebhaber einer der entscheidenden Faktoren für den Geschmack des Tees. Oft sprechen wir auch von der Lebendigkeit des Wassers, welche eventuell einen direkten Einfluss auf den Tee nimmt. Was bedeutet dies eigentlich? Nach meiner Vermutung handelt es sich bei der Lebendigkeit um den Sauerstoffgehalt im Wasser. Denn meinem Verständnis nach spielt Sauerstoff eine extrem wichtige Rolle für das Schmecken. Zwischen 75% und 95% unserer Geschmackswahrnehmung kommt nämlich durchs riechen. Deshalb schlurft man auch ein wenig um denTee mit Sauerstoff zu mischen und so seine Aromen besser zu entfalten. Daher soll man das Wasser nicht zu oft oder zu lang kochen lassen, da sonst die Lebendigkeit des Wassers sinkt. D.h., durch kochen verliert das Wasser Sauerstoff, welcher natürlich einen Einfluss auf die Entfaltung des Geschmacks hat.

Geschichtlich betrachtet, gab Lu Yu eine sehr allgemeine Regel für die Wasserqualität:  "山水上;江水次;井水下。". Übersetzt: das beste Wasser kommt aus den Bergen; gefolgt von Fluss-Wasser und auf Platz drei ist Wasser aus Brunnen. Ich finde, es gibt noch viel mehr Faktoren, welche den Geschmack des Wassers und somit des Tees beeinflussen können.

Es wird jedem klar sein, dass die Lage der Quelle äußerst wichtig ist. Aber ob man diese allgemeine Regel überall einsetzen kann oder nicht, habe ich ein paar Quellen aus verschiedenen Gebieten und Lagen ausprobiert. Hier ist der Bericht über meine persönlichen Erfahrungen und Vermutungen, woher gewisse Unterschiede kommen können.

Der-Suche-nach-Teewasser-5a

Wasserproben

Zapfstelle in Vogelsberg neben einem Privatweg mit einer Seite Wald und auf der anderen ein Feld
Bach im Odenwald entspringt zwischen Steinen mitten im Wald und das Wasser fließt ganz ruhig aus dem Wasserloch als Bach in Tal (fern von Straßen)
Wolfsbrunnen Odenwald vermutlich das gleiche Quellgebiet wie der Erlenbrunnen, allerdings ist der Wolfsbrunnen etwas höher im Mischwald an einem Forstweg gelegen
Erlenbrunnen Odenwald vermutlich das gleiche Quellgebiet wie der Wolfsbrunnen, allerdings im Tal gelegen, nahe einer Straße und nur durch Bäume (ca. 15m Zwischenraum)

 

Test-Setup

Da ich entweder ein Labor oder technisches Equipment besitze, versuchte ich trotzdem meinen Test in einer weitestgehend kontrollierten Umgebung zu praktizieren.

Im Wald hatte ich schon mit Formosa #18 angefangen und so habe ich diesen Tee auch als Testobjekt genommen.

 

Geschirr

Zum Wasserkochen Zur Verkostung
Tonkanne
Gasstövchen
4x Gaiwan aus Porzellan (80mL)
4x Glas Krug
4x Teetasse aus Porzellan (hochformig) für Wasserverkostung  
4x Teetasse aus Porzellan für Teeverkostung

 

Ziel - Für diese Recherche habe ich zwei Ziele:

  1. Wie unterschiedlich schmeckt das Wasser aus verschiedene Brunnen und Quellgebieten?
  2. Wie geeignet sind diese Wasserproben für unseren Formosa #18 Ruby? (nur um einen ersten Eindruck zu bekommen)

 

Ablauf

Teil 1:

  • Zum kochen benutzte ich eine Tonkanne und Gasstövchen bis das Wasser richtig dampft. Danach wird das Wasser verkostet.
  • Das Wasser wird für ca. 7,5 Min abgekühlt und steht so bereits für die Teeverkostung im nächsten Teil meiner Untersuchung zur Verfügung.

Teil 2:

  • Hier habe ich den Formosa #18, um die Erlebnisse an der Quelle im Wald zu Hause fortzusetzen (oder auch nicht). 1g Tee wird in einem Porzellan Gaiwan mit 80mL abgekühltem Wasser für 1 Minute ziehen lassen. Da ich nur einen ersten Eindruck haben möchte, wurde der Tee nur zweimal aufgegossen. 

 

Ergebnisse

Quellwasser aus dem Vogelsberg:

Vogelsberg ist einer der größten natürlichen Wasserspeicher in Deutschland. Laut der Seite des „Naturpark Hoher Vogelsberg“ hat das Grundwasser aus diese Region eine ausgezeichnete Trinkwassersqualität. Man sollte eigentlich zahlreiche Naturquellen in diesem Gebiet finden, aber leider wurde es an diesem Tag nur eine Zapfstelle. Diese Zapfstelle war gut mit Auto erreichbar und liegt zwischen Wald und Feld.

Das Wasser hat einen neutralen Geschmack, zeigt keine Besonderheiten in seiner Textur ist aber weich und angenehm. Der Tee hat ein sehr balanciertes Geschmacksbild: minzig, malzig, intensiv süßlich mit einem schönen sahnigen Geschmack und duftet nach Orangenschale. Der Nachgeschmack ist angenehm und süßlich.

Bach im Wald (Odenwald):

Dieses „Wasserloch“ war etwas schwieriger zu erreichen. Wir wanderten entlang des Bach und mussten zum Teil klettern. Rundherum waren nur Bäume. Es war herrlich alleine in die Natur abzutauchen. Das Wasser war allerdings nicht ganz so einfach zu sammeln.

Das reine Wasser ist süß, weich, sehr neutral im Geschmack und sehr sehr erfrischend.

Es beflügelt den Formosa #18. Der Tee entfaltet sich prächtig. Dieser minzige, karamell-süße, cremige und blumige Duft breitete sich sofort in den Nasenhöhle aus. Im Gaumen entfaltet sich schichtweise ebenso ein Karamell-süßer weicher Geschmack. Dann kommt eine leicht minzige Schicht, welche von einem blumigen cremigen Aroma begleitet wird, um kurze Zeit später ein kühlendes Gefühl auf der Zungenspitze zu haben.Suche-nach-Teewasser-3

Wolfsbrunnen (Odenwald):

Es führt ein Forstweg an diesem Brunnen vorbei. Er liegt höher als die im Tal führende Straße und ist abgetrennt vom Wald, aber man kann trotzdem den Verkehr ab-und-an hören. Dort haben wir einen schmallen Tisch gefunden: minimalistisch idylisch, aber man kann eine kleine Teepause einlegen. Das Wasser schmeckt leicht mineralisch (nur ganz leicht), etwas härter als vom Bach zuvor, leicht erdig aber süßlich.

Das Erlebnis mit unserem Formosa #18 ist allerdings sehr interessant. Mit diesem Wasser haben wir einmal im Wald (vor Ort) und einmal zu Hause den selben Tee aufgegossen. Vor Ort schmeckte der Tee ausgezeichnet. Extreme blumig und weich, und der Hauch von Orangen war hypnotisierend. Dieses Geschmackserlebnis habe ich nach Wochen noch so klar und deutlich im Kopf.

Der Ergebnis zu Hause ist anders. Ich kann das Wasser nicht sofort verwenden. So vermute ich, dass das Wasser durch lagern seine Lebendigkeit verloren hat. Dieses hat daher einen Einfluss auf den Geschmack des Tees. Im Vergleich duftet der Tee nicht so extreme blumig oder minzig. Obwohl sein Aroma mich immer noch nachwievor an Orange-Schale erinnert und wunderschön blumig und angenehm malzig ist. Was mir noch aufgefallen ist, war die Änderung in seiner Textur. Er wirkt für mich förmiger / trockener; etwas im Gegensatz zu dem weichen Gefühl wie im Wald. Kann das sein, dass in der Natur unsere Sensoren etwas offener und es nicht nur an der Frische des Wassers liegt?

Erlenbrunnen (Odenwald):

Erlenbrunnen und Wolfsbrunnen könnten aus dem selben Quellgebiet stammen, den sie liegen dicht beieinander. Der Unterschied ist, Erlenbrunnen liegt im Tal und dichter an der Straße. Neben dem Brunnen ist ein Restplatz mit Sitzmöglichkeiten unterm Dach. Ein sehr schöner Ort für Wanderer oder Fahrradfahrer zum auffrischen. Es regnete als wir ankamen, daher konnten wir das Wasser nicht wirklich vor Ort verkosten. So haben wir es direkt in den Kanister gefüllt und sind nach Hause gefahren. Das Wasser schmeckt im Vergleich zum  Wolfsbrunnen etwas süßlicher und weicher. Vielleicht weil das Wasser ein paar mehr Gesteinsschichte durchflossen hat?

Der Tee schmeckt süßlich und blumig. Obwohl dieser magische Hauch von Orangen-Schale leicht geschwächt ist und die Geschmacksschichten weniger ausgeprägt sind, schmeckt der Tee eigentlich etwas weicher und cremiger. Wenn man den Vergleich nicht so vorgenommen hätte, wie in diesem Fall, hätte man wahrscheinlich diese feinen Unterschiede nicht gemerkt.

 

Fazit

Abschließend muss ich sagen, dass mir der Formosa #18 am Besten mit dem Wasser aus dem Bach im Odenwald geschmeckt hat. Natürlich lässt sich dies nicht verallgemeinern, da ich nur einen Tee mit den vier Quellen und ein paar Aufgüssen für einen ersten Eindruck getestet habe.
Außerdem merkte ich auch einen deutlichen Unterschied, wenn man das Wasser sofort frisch verwendet. Somit ist das beste Wasser für mich welches am frischesten ist.

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Tee- und Naturgenuss - Odenwald

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Abenteuer mit Entspannung

Ab in die Natur... mit ganz leichtem Gepäck und einem einfachem Reise-Set und Camping Stövchen sind wir los Richtung Odenwald gefahren. Wir haben von einem Teefreund gehört, es gibt schöne Quellen für Tee; und natürlich müssen wir auch unser Glück probieren.

Mit Hilfe eines Mountain Bikers haben wir über hunderte von Wasserlöcher in Google Map gefunden. Ein echter Wahnsinn! Nein, dass haben wir nicht erwartet. Aber gut, nach unserer

Erfahrung, müssen wir das Wasser trotzdem selber testen. Daher war uns klar, wir müssen das schöne Wetter ausnutzen und spontan ins Auto springen. Und hier ist unser   Tag im Kurzen... :)

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Der Suche nach "Umami"

Omami-Vergleich-2

Gestern war ein interessante Tag. Zusammen mit meinen Kunden suchten wir nach Umami im chinesischen / taiwanesischen Grüntee.

Die Testobjekte waren:

Laut Wikipedia: Umami (jap. 旨味, dt. „fleischig und herzhaft, wohlschmeckend“) gilt neben süß, sauer, salzig und bitter als fünfte Qualität des Geschmackssinns und ist die Bezeichnung für einen vollmundigen Geschmack.

Aus einer englischen Quelle (Taste - What your're Missing by Barb Stuckey), wurde "Umami" in "savory", "meaty", "brothy" und "full" übersetzt.

Das Ergebnis war, obwohl die angebotenen Grüntees gut angenommen wurden, dass nur der Long Jing etwas näher zu diesen Begriff passt. Aber die Kunden haben definitv die neue Naucen entdeckt und waren überrascht.

Also für mich ist Umami nicht wirklich ein klarer und deutlicher Begriff im Vergleich zu "süßlich" oder "salzig". Daher glaube ich, dass es je nach Erfahrung und dem persönlichen Geschmack unterschiedlich von Person zu Person sein kann.

Und der Spaßfaktor beim Vergleich der Teeblätter zwischen den japanischen und chinesischen Tees ist auch sehr unterschiedlich.

Omami_Vergleich_1

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Der Teeweg und das Leben mit Tee

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„Tee ist nicht nur ein Getränk.“ Diesen Satz hört man mittlerweile schon sehr oft und jeder hat seine eigene Interpretation.

Für mich ist Tee ein Lebensstil oder eine Lebenseinstellung, die mir hilft mein Leben so zu führen, wie ich möchte. Seit meiner Reise in eine märchenhafte, fast unechte Teewelt in Taiwan im vergangenen Jahr waren meine Gedanken für eine Weile sehr „verloren“. Man kann es sich so vorstellen,Teeleben-3 als ob man von einem Paradies zurückkehrt und nicht mehr weiß, was man in der Realität wieder anfangen soll, bzw. wie es weitergehen kann. In Taiwan ist die Liebe zum Tee auf einer ganz anderen Ebene. Die Teeliebhaber führen ein Teeleben, welches wir uns in Deutschland nur schwer vorstellen können. Ihr Leben scheint sehr einfach zu sein: sie suchen nach Tee im Dschungel und finden so manchmal verlassene Teegärten oder oft wild gewachsene Teebäume. Gepflückt wird nur so viel wie sie brauchen und der Tee wird selbst hergestellt. Einige stellen ihre Tee-Utensilien selbst her oder bauen sogar mit eigenen Händen ihr Teehaus. Natürlich trifft man sich ab und an mit Teefreunden und tauscht Ideen oder Waren aus, die sie selbst hergestellt haben. Je nach Lust tanzen, singen, musizieren oder malen sie gemeinsam. So ist es nicht schwer vorstellbar, dass ich mich manchmal dort wie in einem anderen Film fühle, der schon vor hunderten von Jahren gedreht wurde. Irgendwie ist es nachwievor für mich nicht vorstellbar, wie man so „sorgenlos“ leben kann. Oder ist es vielleicht einfach nur die Lebenseinstellung, für welche ich/wir nicht mutig genug sind, um sie pflegen.

 

Man sagt, Teetrinken bedeutet einfach etwas (die Tasse Tee) hochzuheben und wieder abzustellen... und dabei ist nichts kompliziert. Kompliziert ist es nur, weil wir es kompliziert machen möchten.

 

Teeleben-4Es ist nichts anderes wie im Leben. Einfach zu schreiben ist schwierig zu praktizieren. Vielleicht haben wir einfach zu viel Angst den Boden unter uns zu verlieren?

Tee in diesem Sinne ist wie einem Medium ähnlich. Nur das Tee ein reales und greifbares Objekt ist, welches uns in die Richtung des „Loslassen“ führen kann oder uns daran erinnert, wie man das Leben etwas langsamer angehen, mehr genießen, sehen und spüren kann.

Ein Leben mit Tee als Mittelpunkt ist eigentlich sehr vielseitig. Manche Sachen haben vielleicht auf den ersten Blick sogar nicht viel direkt mit Tee zu tun, z.B. der allgemeine Verstand über Kunst; denn Kunst kann natürlich alles sein. Die Kernidee ist aber sehr einfach: die Fähigkeit die Arbeit einer anderen Person schätzen zu können.

Die Praktizierung von Tee ist sehr individuell. Das Ziel liegt an einem selbst. Deswegen ist Tee auch ein Weg, er ist ein Prozess; das Ergebnis kommt nur auf den zweiten Platz. Wie man diesen Weg gehen möchte ist die eigene Wahl. Viele von uns möchten nur den kürzten Weg finden und so ist es auch eine allgemeine Mentalität in unserer heutigen Welt. Vielleicht gibt es auch heutzutage deswegen viel mehr Stress, weil Zeit keine Linie (sowie „Timeline“) mehr, sondern ein Punkt ist. Daher muss alles sofort sein. Ist das wirklich gesund für unseren Körper und Geist und hilfreich seinen Teeweg zu finden?

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Meine Sommer Liebe - My Summer Lover

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Oh ja.... es scheint, dass ich schon lange keinen Beitrag mehr auf dieser Seite geschrieben habe. Seit meiner Rückkehr von Taiwan in 2014 habe ich einfach viel zu viele neue Eindrücke und Gedanken gesammelt, welche ich nur schwer in Worte fassen kann.

Immer wieder werde ich nach meinem Lieblingstee gefragt. Diese Frage beantworte ich nicht so gerne, weil ich keine feste Liebe habe… je nach Stimmung, Wetter, Tage, Momente oder einfach Lust, entscheide ich, welcher Tee in meiner Tasse landen soll. So verliebe ich mich in jeden Tee, jede Tasse neu. Momentan bin ich allerdings sehr in alle meine Oriental Beauty verliebt. :)

Inspiriert von diese Gedanken, präsentiere ich das folgende Video - My Summer Lover - Formosa Oriental Beauty.

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Ostersonntag im Ostfriesisches Landesmuseum Emden - Teezeremonie

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Landesmuseum_Ostersonntag_2015Im Februar ging es mit der Planung für unseren Auftritt im Ostfriesischen Landesmuseum Emden los. Eine Sonderausstellung mit dem Titel „Made in China“ über Porzellan und Tee aus China zur Zeit des 18. Jahrhunderts wird dort von März bis August 2015 angeboten. So sind die viele Einflüsse aus damaliger Zeit noch heute – vor allem im Nordwesten der Republik – bemerkbar. Das eine chinesische Teezeremonie ideal in diesem Zusammenhang passen würde war irgendwie klar, aber in welcher Darstellung?
 

Die Planung war daher schon sehr spannend und wir haben an verschiedenen Themen und Stilen uns überlegt. Zum Schluss entschieden wir uns, unsere Gäste auf eine kleine Zeitreise mitzunehmen und auf zwei Zubereitungsarten hierbei zu fokussieren, welche auf der Geschichte des Porzellans und der Entwicklung der Teekultur in China basierten. So boten wir den Museumsgästen die Möglichkeit diese Teekultur Live zu erleben, um während der Präsentation nicht nur Tee in unserer Art zu verkosten, sondern auch die kulturelle Seite der Teezeremonie kennenzulernen und zu sehen, welche Formen es darüber hinaus in China und Taiwan noch gibt. 

Teil 1: Evolution des Teegeschirrs: Chinesischer Oolong (Da Hong Pao #105 - leicht geröstet) Gong Fu Cha Vorführung - mit Yixing Teekännchen

Teil 2: Taiwanesische Teezeremonie: Formosa Oolong (Mi Xiang Oolong aus Formosa) z.B. Tee wird nicht nur getrunken, Riechbecher werden eingesetzt um unserer Geruchssinne zu erwecken.

In den Wochen vor Ostern haben wir dann intensiv zusammen den Ablauf und Gesprächspunkte geübt. Ich bin sehr dankbar, dass mein Mann als mein Moderator mit dabei war, so dass ich mich besser auf die Teezubereitung konzentrieren konnte und auch die Gäste Anhaltspunkte in Form von mir und meinem Mann hatte, wenn es etwas zu hören gab und wann zu sehen. Dadurch war der Fokus leichter gelenkt.

Am Donnerstag fingen wir schon an einzupacken. Es war ein Wahnsinn wie viele Sachen doch am Ende zusammen gekommen sind. Da wir den Gästen ein rund-um hochwertiges Erlebnis bieten wollten, haben wir unser Quellwasser mitgenommen. Wie wir alle wissen, ist die Wasserqualität für Tee sehr entscheidend und so wollten wir auch nicht mit einem anderen Wasser konfrontiert werden.

Da ich schon so früh mit der Vorbereitung angefangen hatte, dachte ich auch, dass ich diesmal endlich besser schlafen sollte.. nein.. diese Aufregung war doch zu groß und seit Gründonnerstag konnte ich nicht wirklich schlafen bis der komplette Auftritt am Ostersonntag vorbei war.

Der Auftritt war wie gesagt am Ostersonntag und ich war so froh, dass wir schon am Samstag losgefahren sind. Der Weg war lang und trotz ohne Stau hatten sich unsere Kilometer auch nach vielen Stunden Fahrt nicht wirklich geändert. Als wir ankamen war es schon fast 17:00 Uhr. Zum Glück schließt das Museum erst um 18:00 Uhr und so konnten wir das Film Kabinett, in dem unsere Teezeremonie stattfinden würde, noch in Ruhe anschauen. So konnte ich „bedenkenlos“ nächsten Morgen bei der Museumsführung von Dr. Kanzenbach teilnehmen und die Ausstellung besuchen.

Obwohl wir beide nicht besonders gut schliefen, wurden wir am nächsten Morgen doch angenehm von dem schönen Wetter draußen geweckt. Trotz des schönen und leckeren Frühstücksbüffet hatte ich nur wenig Hunger. Aber wir waren voller Energie und so sind wir schon um 10.00 Uhr zum Museum gefahren. Bevor die Museumsführung um 11:30 Uhr anfing, hatten wir bereits alles in das Kabinett transportiert. Bis 13:00 Uhr ging die Führung und sie war hoch interessant und für mich die Entwicklung des europäischen Porzellans und Teekultur Geschichte und Einflüsse aus China hautnah zu sehen war sehr besonders.

Um 13:00 Uhr wartete Herr Entelmann, der Organisator der Teezeremonie, schon vor dem Kabinett und half uns beim Aufbau. Als die Zeit näher kam, stieg auch unsere Nervosität. Dank Herr Entelmann, der die Museumsgäste erst vor dem Kabinett sammelte, konnten wir noch ein paar Minuten zu Ruhe kommen.

Das Interesse war groß und zwei Teezeremonien waren komplett ausgebucht. Da wir die Gäste nicht mit Information zu sehr überfordern und auch die Zeit für die Ausstellungen nicht wegnehmen wollten, waren zwei 30-minütige Teezeremonien für jeweils max. 10 Teilnehmer angesetzt. Die Teilnehmer-Gruppen waren sehr angenehm und haben viele interessante und umfangreiche Fragen gestellt. So konnten wir uns neben der Teezeremonie und damit verbundenen Anwendung des Geschirrs, sondern auch über Kultur, Geschichte und sogar Essen unterhalten. Die Gäste waren von dem Geschirr bis zu dem Ablauf der Zeremonie sehr begeistert. Obwohl das Wetter nicht unbedingt ein Museumswetter war, waren sie alle sehr glücklich, dass sie sich die Zeit genommen hatten. Für sie war das Erlebnis mit dem Geschmack und Geruch bewundernswert und faszinierend. Wir sind sich, dass dieser Tag ihnen bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird.   

Für uns war definitiv ein sehr produktiver, interessanter und abwechslungsreicher Tag. Das Erlebnis mit den Gästen und vor einer größere Gruppe zu präsentieren und nette Leute kennenzulernen war auf jeden Fall gelungen. Wir werden uns auf jede neue Möglichkeit und Gelegenheit freuen, so etwas wieder zu organisieren und zu präsentieren.

Emder_Zeitung_Seite_5
Emder_Zeitung_07.April_2015

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