Beiträge zum Thema: Yunnan

Reise in die Teewelt


Veröffentlicht am von

Fashion in Pu Erh - Modern gegen Klassisch

Gesamten Beitrag lesen: Fashion in Pu Erh - Modern gegen Klassisch

Fotos-des-Maerz

Im Frühlingsanfang möchten wir Ihnen zwei Sheng (grün/raw) Pu Erhs von 2015 stammt aus Jinuo Shan (emalige You Le) vorzustellen. Jinuo Shan, benannt nach der ethnischen Gruppe, die diesen Berg bewohnt, ist ein berühmter Berg in Xishuangbanna, und hat eine lange Geschichte bei der Herstellung des Pu Erhs.  

Die beide Pu Erhs wurden von „Jinuo Shan Cha Chang“, ein junges Teefabrik, gegründet von Herrn Lee Du Nan in dem 60er. Das Projekt wurde zunächst von die Regierung unterstütz um der über 1.300 Hektar großen Brachezone in Jinuo Shan zu einem Teegarten zu verwandeln. Das Ziel war diese isolierte Minderheit Bergvolk die Verbindung mit dem regionalen Teekultur wiederherzustellen und eine Einkommensquelle für sie zu erschaffen. Unter Herrn Lee, ein Expert des modernen Landwirtschaftsmodels, wurde dieser riesiger Teegarten allmählich zwischen 2000 und 2003 gerichtet. Heute arbeiten ein hundert Mitarbeiter in diesem Teegarten. Ein moderne Teegarten or Terrace verwaltet unter modernen Maßnahme und Know-How gleich aber nicht die  chemische Mittel zu missbrauchen, sondern in diesem Fall legt der Verwalter sehr viel Wert auf dem biologischen Weg. Chemische Dünger und Pestizide sind streng verboten.  

In Jinuo Shan Cha Chang, wegen dem Alte und Größe der Teebäume fordert spezielle Pflege und Können bei der Aufrechterhaltung der Balance der Tee-Produktion. Wahrscheinlich scheint es in die Gegenrichtung der Trendinteresse (bzw. alten Teebäumen) zu gehen, oder Sie sehen es als Opfer der Technologie, oder die Neuanpassung des Produktes in Bezug auf der Qualität und den Menschen hinter diesem Geschichte. Hinter diesen Gedanken ist die Frage: wenn die oberste chinesische Grüntee oder die feinsten taiwanesische Oolongs von junge Teebusch herzustellen, warum sollte es nicht High-End Pu Erh Produkte aus Terrassenanbau möglich sein. 

So fokussiert der Teegarten Anbauer auf: 1. der Wahl von Kultivar (ein Begriff der nicht in der Pu Erh Welt existiert ist); 2. das Technik der Teeherstellung, Ernte-Zusammensetzung und die Zugehörige. Frühlingsernte hat eine außergewöhnliche Qualität, die Beherrschung der technischen Fähigkeiten der Teeproduktion ist im Vergleich zu denen von alten Bäumen (d. H. Gu Shu) enorm entscheidend. 

Im Vergleich zu den feinsten Pu Erhs aus dem bekannten Berge oder Uralten Teegarten, entwickeln sich  Pu Ers aus diesem Garten etwa anders. Aber Pu Erhs den unter gleichen Bedingungen produziert sind, konnten 2-3 mal teuerer verkauft werden. Dieser Produzent stellte Pu Erh auch in den alten Art und Weise, sowie in den 2000s. Dieser „klassischer“ Styl und Geschmack ist am Rande des Verschwindens.  

Die zwei Pu Erhs für März präsentieren die beide Richtungen von Style sehr gut von diesem Produzent. Beide stammen aus ihrem biologischen Teegarten und wurden in 2015 hergestellt: der „klassischer“ Style - 100g Tuo Cha und der „zeitgenössischer“ Style - 100g Mini Fladen.  

Der Tuo Cha basierte einen der ältesten Rezept dieses Produzent, daher wurde er nach dem „klassischen“ Styl (Bz. aus dem 2000s) hergestellt. Dieser ist ein sehr reiner Tee, weniger raffineirt oder blumig wie die moderne Pu Erhs, aber besitzt ein sehr klarer Struktur von typischer Pu Erh. Dieser Pu Erh Typ hat eine gute Potenzial zum reifen, und konnte sich nach ein paar Jahren zu einen besonderen interessanten Geschmacksprofil entwickeln. 

Da die klassische Pu Erhs viel stärker und mit einem intensiven bitteren und adstringierenden Charakter von Tannin, welcher wiederum sehr wichtig für die weitere Geschmacksentwicklung während der Lagerung/Reifung. Und sie sind höher oxidiert, geeignet für langlaufenden Reifung. Die nur kurz gelagerte sind meist zu stärk oder zu bitter für viele Teetrinker oder Pu Erh Anfänger.   

Indessen, Fashion wandelt sich mit der Zeit. Die neue Generation von Pu Erh Liebhaber sich auch der Suche nach Produkte, die sofort genießbar sind, daher adaptieren die Produzenten auch neue Technik um etwas „grüner“, modischer und milderer zu produzieren. Manche Produzent erfindet sogar „ultra grüner Pu Erh“, welchen sehr ähnelt nach dem Geschmacksrichtung des Grüntees ist, sowie den zweiten Pu Erh inkludiert in diesem Monat: Mini Fladen von Jinuo Shan 2015. Dieser ist einen unkonventionellen Pu Erh, hat aber ein sehr balancierte charakteristische Geschmacksmischung aus einer „vegetative“ Note des Sheng (ungereift) Pu Erh und einem butterartigen Geschmacksattribut des Grüntees. 

 

Möchten Sie mehr über Pu Erh erleben und lernen, abonnieren Sie auch unsere "Pu Erh des Monats" Newsletter: 

Button_zum_Abonnieren

 

 

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Was ist eigentlich Shu Pu Erh?

Gesamten Beitrag lesen: Was ist eigentlich Shu Pu Erh?

LTC-Gong-Ting-2009-blogIn Chinesisch, "Shu" bedeutet "gekocht" oder "gereift". 

Um Shu Cha herzustellen wird der Mao Cha (grüne Pu Erh) gestapelt, mit Wasser besprüht und dann mit einer Plane abgedeckt. Unter diesen Bedingungen findet die Fermentation statt. Es dauert ca. 45 Tage. Die Blätter entwickeln sich von Grün zu Braun und die Infusion von gelb-orange zu rotbraun. Um diesen Fermentationsgrad zu erreichen dauert es ca. 5 bis 10 Jahre nach der Hong Kong-Reifungsmethode und über 50 Jahre bei der natürlichen Lagerung.

 

Obwohl Shu Cha schon in den 1970er Jahren erschien, haben sich der Markt und die Methoden seitdem viel verändert und der heutigen Shu Cha ist ganz anders als der, der in der Vergangenheit produziert wurde.

 

Vor vierzig Jahren konzentrierte sich der Markt vor allem auf Hong Kong, wo der lokale Geschmack seit Generationen zu alten Pu Erh und dunklen Tees neigt. Daher wurde Shu Cha so entworfen, um die traditionelle Lagerung in Hongkong zu imitieren. Shu Cha war damals nur leicht fermentiert und wurde bevorzugt für einige Jahre gelagert, um die Entwicklung der typischen charakteristischen Aromen von altem Pu Erh (wie dem Januar Pu Erh) zu ermöglichen.

 

Die 1990er Jahren markierten einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte des Pu Erh-Tees, denn es fand die Öffnung des Marktes statt (zuvor ausschließlich vom Staat kontrolliert) und es folgten zahlreiche kleinere Privatproduzenten in Yunnan. Mit der plötzlichen Erneuerung des Interesses an dieser Tee-Kategorie entwickelte sich schnell ein neuer Markt. Zuerst in Yunnan, dann überall in China und allmählich in dem Rest der Welt. Es ist eine wahre Revolution, die diesen Teil der Teegeschichte wieder lebendig machte sowie den "Hongkong-Geschmack" und die Idee des Gelagerten wieder hervorbrachte. Jedoch nur sehr wenige der neuen Kunden, die diesen Tee entdeckten oder die jungen Produzenten in Yunnan, verstehen was die Bedeutung hinter der Kultur der gelagerten Tees ist.

 

Sollte die in den 1970er Jahren in Yunnan entwickelte Nach-Fermentationstechnik dem alten (gelagerten) Pu Erh seine markenkennzeichneten Aromen geraubt haben, so wäre der heutige Shu Cha eine komplett neue Ergänzung in der Familie des Pu Erhs. Der Fermentationsgrad der heutigen Shu Cha wurde viel höher angesetzt, um den sehr dunklen Pu Erh zu erzeugen, welcher vollständig fermentiert und sofort „trinkbar“ ist. Jedoch wurden die Technik und die Qualität der Rohstoffe angepasst, um noch „reinere“, geschmeidigere und ansprechendere Produkte zu erhalten. 

 

Die Infusionen die der neue Tee hervorbringt haben einen neueren, flexibleren und stabileren Charakter, aber auch flacher und monoton. Dieser Charakter bildet einen gigantischen Unterschied zu der Welt des Hong Kong gelagerten Pu Erhs. Jedoch um von der Tradition des Hong Kong gelagerten Pu Erh Model frei zu brechen, wurde die Fermentationstechnik neu interpretiert. So resultierte aus den neuen oder verschiedenen Methoden ein Spektrum von Shu Chas mit unterschiedlichen Charakteren.   

 

Unser Pu Erh des Monats Februar wurde in 2009 hergestellt. Er ist ein gutes Exemplar des zeitgenössischen Shu Chas. Er wurde von Lan Ting Chun - einer kleinen Teefabrik in Yong De (Lincang) entwickelt. Lan Ting Chun ist eine der ersten Privat-Teefabriken, die fermentierte Pu Erhs (Shu Cha) in den 1990er produzierte.  

 

Die Teeblätter wurden im Spätherbst innerhalb des Yong De Gebieest geerntet und die erstklassig qualitativen (aus der Tribut-Klasse) Blätterknospen und jungen Blätter ergeben schön konzentrierte Aufgüsse, mit reichlichem Geschmack in der zeitgenössischen Richtung. 

 

 

 

Möchten Sie mehr über Pu Erh erleben und lernen, abonnieren Sie auch unsere "Pu Erh des Monats" Newsletter: 

 

Button_zum_Abonnieren

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Wütend auf "Wild Buds aus Yunnan"

Gesamten Beitrag lesen: Wütend auf "Wild Buds aus Yunnan"

 

2011 wurde ich zum ersten Mal auf den Namen "Wild Buds" aufmerksam. Der Tee hörte sich nicht nur exotisch an, sondern auch extrem interessant und sah außergewöhnlich aus; irgendwie ganz anders als normale Tees. Auf zahlreichen chinesischen Seite wurde dieser auch manchmal "Zi Ja - 紫芽 - Purple Buds" genannt. Aber unter diesem Namen fand ich viele Bilder über "Purple Puerh". Ich war mehr als verwirrt. Da ich noch viele andere Teesorten kennenlernen möchte, hatte ich mich nicht wirklich unter Druck gesetzt, diesen Tee zu suchen.

2013, während unserer letzten China-Tee-Reise lernten wir in Shanghai einen Teebauern aus Yunnan kennen. Die Shopbesitzerin machte einen "ehrlichen und sympatischen" Eindruck. Sie kommt ursprünglich aus Yunnan und verkauft Pu Erhs, die nur aus ihrem eigenen Teegarten kommen. So fragten wir sie nach den "Zi Ja Purple Buds". Sie war überrascht, dass wir ausgerechnet nach diesem Tee fragten, wahrscheintlich um so mehr, da neben mir eines westlisches Gesicht stand?!

In dem Laden saßen schon ein paar Kunden und waren gerade dabei diesen Tee zu trinken. So kamen wir gerade rechtzeitig an. Unter Purple Buds, was ich ursprünglich hörte, hatte ich mir allerdings etwas anderes vorgestellt, denn der Tee den sie hatte, war der gleiche Tee, den ich zuvor auf Bildern als Purple Puerh gesehen. Egal, was für ein Zufall! Sein Geschmack war intentsiv, dennoch rund und geschmeidig. Außerdem hinterließ er ein mintziges Gefühl auf der Zunge, schmeckte ein wenig nach Kräutern und leicht bitter, welches sich aber schnell in eine angenehme Süße verwandelte. Seine blumigen Eigentschaft zeigten sich jedoch erst später; daher hatte er einen sehr langlebigen Nachgeschmack. Die Aufgüsse und Blätter waren tatsächlich dunkler und "rötlicher", aber ob es von den Rohstoffen (Teeblättern) kam, bin ich immer noch ein bisschen skeptisch. Die Shopbesitzerin erzählte dieser Zi Ja Cha 紫芽茶 (Purple Buds Puerh) wurde 2009 geernte und hergestellt. Es war ein Zufall, und die Farbe kam eigentlich sehr plötzlich und unerwartet. Danach kam dieses Phänomen sehr selten vor, und so war es nur noch 7 Stücke in ihrem Shop da. Und wir haben 2 Stück von diesen Puerh "Kuchen" davon für unsere private Sammlung erworben.
Blog-10.01.2014-2
Aber die Räsel mit den "Wild Buds" war noch lange nicht gelöst. Denn einen Puerh Kuchen stellte ich mir darunter nicht vor. So fragte ich einen anderen Teemeister. Von ihm bekam ich etwas ganz anderes gezeigt! Und zwar flauschige "Buds" mit einer zarten, leicht cremigen Farbe und einem silbernen Pelz-Mantel. Innen war aber eine sehr dunkel-farbige Spitze. Diese flauschige Variation sah auch dem schon viel ähnlicher, was ich zuvor in anderen deutschen Online-Shop gesehen hatte. Der Meister erzählte, dass dieser Tee eigentlich von einer lokalen Volksgruppe als Medizin verwendet wird. Aber bis jetzt fand ich leider noch keine Beweise oder Berichte, die diese Theorie unterstützten. Im Umkehrschluss bedeutet es aber nicht, dass seine Aussage falsch ist. Wir wissen nur noch zu wenig über die Kraft der Natur.

Also forschte ich weiter! Was sind eigentlich "Buds" in diesem Sinne? Und mich nach einer Probe informiert. Ende 2013 bekam ich dann meine "Wild Buds" als Probe, weil ich dieses Produkt unbedingt verstehen wollte, warum soviele Konsumenten es kaufen. Aber erst jetzt hatte ich endlich die Zeit und Ruhe, diese Probe zu verkosten. Es sieht wunderschön aus, genau wie ich erwartet hatte. Sein Geschmack war auch schon einzigartig, richtig blumig, aromatisch und necktar / honig süß. So konnte ich endlich verstehen, warum dieses Produkt so geschätzt ist. Aber bevor ich einen Tee in mein Sortiment aufnehmen, muss ich soviel es geht darüber lernen. Vor allem dann, wenn ich diesen Tee über einen Zwischenhändler beziehe, da ich noch nicht selbst vor Ort war.

Mit der Probe wurde mir schon ersichtlich, dass diese "Buds" eigentlich keine richtigen Blätter sind. So fand ich heraus, das auf chinesisch sie "芽苞 - Ja Bao" genannt werden. Also etwas ganz anderes wie "Zi Ja - Purple Buds", welchen ich in Shanghai verkostet und gekauft hatte. Ja Bao sind die allerersten neuen Zweige (Triebe) nach dem Winter. Und der flauschigen Mantel schützt sie vor Kälte. Die Tee-Bäume sind auf dem Schnee bedeckten Gebirge in Lancang wild gewachsen und sind über Hunderte von Jahren alt. Für mich bedeutete diese Erkenntnis, dass diese Art der Ernte zerstörerisch ist, da der Baum überhaupt keine Chance hat sich zu regenerieren und eventuell sterben wird.

Nach weitere, langer Recherche fand ich dann letzlich heraus, dass es drei verschiedene "Wild Buds aus Yunnan" gibt:

1. Wild Purple Buds 紫芽苞 - Es ist ein Mutant der "Wild Arbor" Teebäume. Diese Lilaverfärbung ist "Anthocyanidin" und hat viele gesundheitliche Wirkungen; wie als Antioxidationsmittel, bzw. wird eine entzündungshemmende, antimikrobielle und Antikrebs-Wirkung nachgesagt. Je nach Temperatur und Sonnenlicht ändert sich die Menge in der Pflanze, und wenn sie hoch genug ist, kommt die Lilafarbe zur Geltung. Daher kann man es nicht steuern und deswegen ist es auch sehr selten. Die Farbe ändert sich erst in der späteren Wachstumsphase und wird grün, so wie die normalen Teeblätter. Deswegen fängt die Erntesaison auch sehr früh an. Aber, Anthocyanidin findet man nicht nur in diesem Tee, sondern auch in vielen Obst, Gemüse und Beeren-Sorten.

2. Wild White Buds 白芽苞 - Diese Variation steht unter Naturschutz in China und ist seit August 2008 verboten zu pflücken, weil die Teebäume nicht mehr nachwachsen können und dadurch aussterben können. Dieser ist nicht nur blumiger als den obenen, sondern auch süßlicher.

3. Wild Shell Buds 白殼芽茶 - Diese Variation ist noch seltener, weil sie nur aus den alte Zweige wächst und nur wenige Polyphenole und Theophyllin hat, daher weniger Bitterstoffe. Diese Sorte steht auch schon unter Naturschutz! Dieser schmeckt am süßlichsten!

Wenn man dieses Produkt Ja Bao Wild Buds nur von einer Seite - der Geschmacksseite - kennt, ist für mich verständlich, wieso es gekauft wird. Und wahrscheinlich ist selbst den meisten Händlern hier in Deutschland nicht bekannt, dass diese Art des Tees bzw. besser gesagt, die Ernte in China verboten ist. So mache ich auch keinem einen Vorwurf.

Aber ich habe eine Wahl und ich entscheide mich NEIN zu sagen. "Wild Buds" werden NIE zu meinem Sortiment gehören. Es ist nach meiner Meinung kriminell und unverantwortlich solche Produkte anzubieten. Ich entscheide mich gegen diese Kriminalität und bin immer noch sprachlos und wütend.

Und was ist Eure Wahl?

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Ein verträumter Nachmittag

Gesamten Beitrag lesen: Ein verträumter Nachmittag

Mein Wochenende hat schon heute Mittag angefangen. Ich kann einfach nicht mehr. Mein Gehirn ist von dieser Wochen beim auspacken und sortieren komplett ausgelaugt! Ein Zeichen, dass ich jetzt eine kleine Pause unbedingt brauche.

Viele spannende Tees warten noch in der Reihe, aber.. ich kann momentan wirklich nicht mehr! Mein Kopf ist leer! So habe ich meine Lieblingsmusik angemacht, einen Tee von vielen ausgesucht und bereite mich auf ein entspannenden Nachmittag vor.

Die Wahl fiel auf einen losen Puer aus den 90'er Jahren. Ein Puer, welchen ich durch eine persönliche Puer-Such-Aktion für einen Kunden entdeckt hatte. Vor 20-Jahren waren diese Teeblätter eigentlich als Rohstoffe eines "normallen" Puer-Beengs gedacht. Aber der Teemeister hatte nicht wirklich ein System in seiner "Tee-Fabrik" und hatte diesen Sack mit Tee schon längst vergessen. Irgendwenn tauchte der Sack wieder auf, und durch meine Suche und vielen Ecken steht dieser Puer nun in meiner Tee-Kammer.

Normallerweise ist für mich Puer ein Winter Tee, aber irgendwie habe ich einfach Lust. Nachdem ich die Blätter in dem erwärmten Gaiwan platziert hatte, wurde mir auch schnell klar, dass ich doch keine schlechte Wahl getroffen hatte. :)

Sein holziges Aroma hat mich sofort in einen Herbstwald entführt. Ich war sofort weg! Langsam goss ich das frischgekochte Wasser in den Gaiwan, und mein Büro hat sich in einen Wald mit großen Bäumen und Blumen verwandelt. Bei dem ersten Schluck konnte ich meine Augen schon nicht mehr aufmachen. Ich möchte nur in diesem wunderschönen Traum bleiben. Auf der Zunge hinterlässt der Tee ein etwa "kitzeliges", fast ein leicht "elektrisches" Gefühl. Der Gaumen und die Atmung sind gefüllt von einem blumigen Duft, welcher auch nach mehreren Minuten noch hängen bleibt. Es ist ein himmlisches Gefühl.

Dieser lose Puer (aus dem 90'er) sollte dann auch für weitere Träumer und Herbstwanderer in der nächsten Tagen verfügbar sein.

Gesamten Beitrag lesen