Beiträge zum Thema: Teezeremonie

Reise in die Teewelt


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Gongfu Cha vs. Teezeremonie

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Heute war ein sehr schöner Tag mit ein paar leckeren Tees. Mit einem guten Teefreund haben wir uns über Gongfu Cha und Teezeremonie gesprochen.

Endlich habe ich die richtigen Wörter gefunden um diesen Unterschied zu beschreiben:

Gongfu Cha ist wie die Buchstaben. Und Teezeremonie ist wie ein Gedicht. Kein Dichter kann ein Gedicht komponieren ohne die Buchstaben zu lernen.

Ein gutes Gedicht kann Emotion und Gefühle rüberbringen. Wenn der Gastgeber seine Gäste in die Szene mit einer Tasse Tee einlädt oder rüberbringen kann... ist das Ziel einer Teezeremonie erreicht. Und dieses ist ein Ziel eines Teemeisters.

A beautiful day, a wonderful time trying some teas from Laos with a dear tea friend. The question about Gongfu Cha and tea ceremony was once again our topic.

Finally I found words to describe him my perspective about the difference between these two terms: Gongfu Cha vs. Tea ceremony.

"Gongfu Cha" is like the alphabet. While a tea ceremony is like a poem. No poet can compose a poem without learning alphabet.

A good poem can arouse our emotions... our feelings. If the host can invite their guests with a cup of tea into his scene or bring his ideas over, and at the end celebrating these together is the ideal of a tea ceremony. I think, it is the ultimate goal of a tea master - to be able to express through a simple cup of tea.

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Ostersonntag im Ostfriesisches Landesmuseum Emden - Teezeremonie

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Landesmuseum_Ostersonntag_2015Im Februar ging es mit der Planung für unseren Auftritt im Ostfriesischen Landesmuseum Emden los. Eine Sonderausstellung mit dem Titel „Made in China“ über Porzellan und Tee aus China zur Zeit des 18. Jahrhunderts wird dort von März bis August 2015 angeboten. So sind die viele Einflüsse aus damaliger Zeit noch heute – vor allem im Nordwesten der Republik – bemerkbar. Das eine chinesische Teezeremonie ideal in diesem Zusammenhang passen würde war irgendwie klar, aber in welcher Darstellung?
 

Die Planung war daher schon sehr spannend und wir haben an verschiedenen Themen und Stilen uns überlegt. Zum Schluss entschieden wir uns, unsere Gäste auf eine kleine Zeitreise mitzunehmen und auf zwei Zubereitungsarten hierbei zu fokussieren, welche auf der Geschichte des Porzellans und der Entwicklung der Teekultur in China basierten. So boten wir den Museumsgästen die Möglichkeit diese Teekultur Live zu erleben, um während der Präsentation nicht nur Tee in unserer Art zu verkosten, sondern auch die kulturelle Seite der Teezeremonie kennenzulernen und zu sehen, welche Formen es darüber hinaus in China und Taiwan noch gibt. 

Teil 1: Evolution des Teegeschirrs: Chinesischer Oolong (Da Hong Pao #105 - leicht geröstet) Gong Fu Cha Vorführung - mit Yixing Teekännchen

Teil 2: Taiwanesische Teezeremonie: Formosa Oolong (Mi Xiang Oolong aus Formosa) z.B. Tee wird nicht nur getrunken, Riechbecher werden eingesetzt um unserer Geruchssinne zu erwecken.

In den Wochen vor Ostern haben wir dann intensiv zusammen den Ablauf und Gesprächspunkte geübt. Ich bin sehr dankbar, dass mein Mann als mein Moderator mit dabei war, so dass ich mich besser auf die Teezubereitung konzentrieren konnte und auch die Gäste Anhaltspunkte in Form von mir und meinem Mann hatte, wenn es etwas zu hören gab und wann zu sehen. Dadurch war der Fokus leichter gelenkt.

Am Donnerstag fingen wir schon an einzupacken. Es war ein Wahnsinn wie viele Sachen doch am Ende zusammen gekommen sind. Da wir den Gästen ein rund-um hochwertiges Erlebnis bieten wollten, haben wir unser Quellwasser mitgenommen. Wie wir alle wissen, ist die Wasserqualität für Tee sehr entscheidend und so wollten wir auch nicht mit einem anderen Wasser konfrontiert werden.

Da ich schon so früh mit der Vorbereitung angefangen hatte, dachte ich auch, dass ich diesmal endlich besser schlafen sollte.. nein.. diese Aufregung war doch zu groß und seit Gründonnerstag konnte ich nicht wirklich schlafen bis der komplette Auftritt am Ostersonntag vorbei war.

Der Auftritt war wie gesagt am Ostersonntag und ich war so froh, dass wir schon am Samstag losgefahren sind. Der Weg war lang und trotz ohne Stau hatten sich unsere Kilometer auch nach vielen Stunden Fahrt nicht wirklich geändert. Als wir ankamen war es schon fast 17:00 Uhr. Zum Glück schließt das Museum erst um 18:00 Uhr und so konnten wir das Film Kabinett, in dem unsere Teezeremonie stattfinden würde, noch in Ruhe anschauen. So konnte ich „bedenkenlos“ nächsten Morgen bei der Museumsführung von Dr. Kanzenbach teilnehmen und die Ausstellung besuchen.

Obwohl wir beide nicht besonders gut schliefen, wurden wir am nächsten Morgen doch angenehm von dem schönen Wetter draußen geweckt. Trotz des schönen und leckeren Frühstücksbüffet hatte ich nur wenig Hunger. Aber wir waren voller Energie und so sind wir schon um 10.00 Uhr zum Museum gefahren. Bevor die Museumsführung um 11:30 Uhr anfing, hatten wir bereits alles in das Kabinett transportiert. Bis 13:00 Uhr ging die Führung und sie war hoch interessant und für mich die Entwicklung des europäischen Porzellans und Teekultur Geschichte und Einflüsse aus China hautnah zu sehen war sehr besonders.

Um 13:00 Uhr wartete Herr Entelmann, der Organisator der Teezeremonie, schon vor dem Kabinett und half uns beim Aufbau. Als die Zeit näher kam, stieg auch unsere Nervosität. Dank Herr Entelmann, der die Museumsgäste erst vor dem Kabinett sammelte, konnten wir noch ein paar Minuten zu Ruhe kommen.

Das Interesse war groß und zwei Teezeremonien waren komplett ausgebucht. Da wir die Gäste nicht mit Information zu sehr überfordern und auch die Zeit für die Ausstellungen nicht wegnehmen wollten, waren zwei 30-minütige Teezeremonien für jeweils max. 10 Teilnehmer angesetzt. Die Teilnehmer-Gruppen waren sehr angenehm und haben viele interessante und umfangreiche Fragen gestellt. So konnten wir uns neben der Teezeremonie und damit verbundenen Anwendung des Geschirrs, sondern auch über Kultur, Geschichte und sogar Essen unterhalten. Die Gäste waren von dem Geschirr bis zu dem Ablauf der Zeremonie sehr begeistert. Obwohl das Wetter nicht unbedingt ein Museumswetter war, waren sie alle sehr glücklich, dass sie sich die Zeit genommen hatten. Für sie war das Erlebnis mit dem Geschmack und Geruch bewundernswert und faszinierend. Wir sind sich, dass dieser Tag ihnen bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird.   

Für uns war definitiv ein sehr produktiver, interessanter und abwechslungsreicher Tag. Das Erlebnis mit den Gästen und vor einer größere Gruppe zu präsentieren und nette Leute kennenzulernen war auf jeden Fall gelungen. Wir werden uns auf jede neue Möglichkeit und Gelegenheit freuen, so etwas wieder zu organisieren und zu präsentieren.

Emder_Zeitung_Seite_5
Emder_Zeitung_07.April_2015

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